253 n. Chr. Valerian wird römischer Kaiser - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

253 n. Chr.

Valerian wird römischer Kaiser

Krisenmanagement war gefragt bei den römischen Kaisern des 3. Jahrhunderts: wirtschaftliche Probleme, eine galoppierende Inflation, und dann bedrängten auch noch die Nachbarvölker Rom. Der Kaiser konnte nicht überall gleichzeitig Präsenz zeigen, doch delegieren war gefährlich: Siegte der eingesetzte Feldherr, stieg der Erfolg ihm und seinen Soldaten oft so zu Kopf, dass er kurzerhand zum neuen Kaiser ausgerufen wurde. So erhob auch das Heer im Spätsommer 253 n. Chr. seinen Feldherrn Publius Licinius Valerianus zum Kaiser. Dieser setzte sich gegen seinen Konkurrenten Aemilianus durch – und bestimmte seinen Sohn Gallienus zum gleichberechtigten Mitkaiser.

Das erwies sich als gelungener Schachzug: Gallienus war etwa 40 Jahre alt und ein ebenso tüchtiger Militär wie sein Vater. Die beiden legten großen Eifer an den Tag und eilten von einem Krisenherd zum nächsten, wie Inschriften im ganzen Reich bezeugen: Erst ging es nach Syrien gegen die Perser, dann über den Balkan nach Rom, dann an den Rhein. Doch selbst für zwei so tatkräftige Männer hatte der Tag nur 24 Stunden. Also ernannten sie die beiden noch jungen Söhne des Gallienus zu untergeordneten Mitkaisern, zu Caesares. Valerians früher Tod beendete diese glückliche Konstellation nach wenigen Jahren. Doch eine Generation später erkannte Diokletian, dass sich die Stabilität des großen, krisengeschüttelten Reichs nur durch mehrere Regenten garantieren ließ: Er begründete die Tetrarchie, das Vier-Kaiser-System.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Ma|la|ko|lo|gie  〈f. 19; unz.; Zool.〉 Lehre von den Weichtieren [<grch. malakos ... mehr

Was|ser|lan|dung  〈f. 20; Flugw.〉 = Wasserung

Raum|git|ter  〈n. 13〉 räumliches Ordnungsprinzip für den gitterförmigen Aufbau von Kristallen

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige