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27. Februar 1866

Neue Bildungschancen für Frauen

Monatelang hatten die über 300 ausnahmslos männlichen Mitglieder des „Centralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen“ hitzig und kontrovers debattiert. Am 27. Februar 1866 stand endlich fest: Der „Verein zur Förderung der Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts“ konnte ins Leben gerufen werden. Ausgelöst hatte diese Diskussionen Wilhelm Adolf Lette, ein Abgeordneter des preußischen Landtags und engagierter Sozialpolitiker.

Ledigen Frauen standen im 19. Jahrhundert nur wenige Möglichkeiten offen, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. So finanzierte der Verein den zumeist bürgerlichen Frauen Kurse an Ausbildungsstätten und unterhielt von 1872 an auch eigene Schulen. Hier konnten sich Frauen nicht nur in den traditionellen weiblichen Feldern wie Hauswirtschaft und Krankenpflege fortbilden, sondern neue Berufsfelder erschließen: als Telegraphistin, Schriftsetzerin, Fotografin, Buchbinderin oder Technische Assistentin. Dennoch: Die höchste und naturgegebene Berufung der Frau, darin waren sich die Gründungsmitglieder einig, sei immer noch die der Ehefrau und Mutter. Ebenso lag es nicht in ihren Absichten, eine politische Gleichberechtigung der Frauen voranzutreiben. Mit der Vergrößerung der Bildungschancen trug der heute noch bestehende Lette-Verein trotzdem seinen Teil zur Frauenemanzipation bei.

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Go|tik  〈f. 20; unz.〉 (seit dem 19. Jh. verwendete Bezeichnung für) Stilepoche der europäischen Kunst, seit ca. 1140 von Frankreich ausgehend, Mitte des 12. bis Anfang des 16. Jh. in Italien, danach im übrigen Europa [nach dem Stamm der Goten … mehr

Syn|the|si|zer  〈[–sz(r)] m. 3; Mus.〉 Gerät zur Erzeugung verschiedenartiger, künstlicher Töne mittels elektronischer Schaltungen, das in fast allen neuen Musikstilen der 1980er– u. 1990er–Jahre Anwendung findet [zu engl. synthesize … mehr

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