09.04.1256 Neuer Bettelorden entsteht - wissenschaft.de
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09.04.1256

Neuer Bettelorden entsteht

Eine Nachfolge Christi in strenger Armut: Seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert war dies der radikale Gegenentwurf zu den etablierten Ordensgemeinschaften – und eine Herausforderung für die Amtskirche. Aus der Armutsbewegung entstanden die Bettelorden der Dominikaner, Franziskaner und Karmeliter, aber auch unzählige kleine eremitische Gruppierungen. Das Vierte Laterankonzil hatte sich 1215 gegen eine „zu große Vielfalt von Ordensgemeinschaften“ ausgesprochen, die nur zu einer „schweren Verwirrung innerhalb der Kirche Gottes“ führe. Neue Ordensgemeinschaften sollte es nur noch unter einer bereits bekannten Regel geben.

In diesem Zusammenhang initiierte Papst Innozenz IV. 1244 den Zusammenschluss von fünf italienischen Eremiten‧gemeinschaften, welche am 9. April 1256 von Papst Alexander IV. mit der Bulle „Licet ecclesiae catholicae“ formell vollzogen wurde. „Die einen nennen sich vom Orden des hl. Wilhelm, die anderen vom Orden des hl. Augustinus, wieder andere des Bruders Johannes Bonus, von Fabali und von Bréttino.“ Die „große Union“ schuf aus diesen fünf Gruppierungen einen neuen Orden, der nach der Augustinus-Regel leben sollte. Die Anfangsjahre gestalteten sich jedoch schwierig, zu unterschiedlich waren die jeweils eigenen Traditionen. Die internen Querelen hatten sogar zur Folge, dass die Wilhelmiten die Union nach zehn Jahren wieder verließen. Dennoch konnten sich die Augustiner-Eremiten schnell als vierter großer Bettelorden etablieren.

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