28.03.845 Normannen plündern Paris - wissenschaft.de
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28.03.845

Normannen plündern Paris

Sie kamen auf schnellen Schiffen, die klein genug waren, dass man damit auch die Flüsse befahren und weit ins Landesinnere vordringen konnte. Seit Normannen (Wikinger) im Jahr 793 das englische Kloster Lindisfarne überfallen und geplündert hatten, waren sie zu einer ständigen Bedrohung für die Küsten, Städte und Klöster Englands und Mitteleuropas geworden. Auch im Westfrankenreich geriet man erneut in Aufregung, als Anfang März 845 eine normannische Flotte von etwa 120 Schiffen im Ärmelkanal gesichtet wurde. Sie segelte die Küste entlang bis zur Seine-Mündung und drang dann auf der Seine über Rouen weiter in Richtung Paris vor. Den Anführer der Angreifer, die entlang dem Fluss alles verwüsteten, nennen die zeitgenössischen Quellen „Raginerus“. Ob damit der berühmte Wikingerheld Ragnar Lodbrok gemeint war, ist unklar.

Erst jetzt rief der westfränkische König Karl der Kahle zu den Waffen, doch bei Charlevanne gelang es den Normannen, einen Teil des fränkischen Heeres in die Flucht zu schlagen. Während sich König Karl „in Trauer und Verzweiflung“ ins Kloster Saint-Denis zurückzog, konnten die Wikinger am 28. März 845 ungehindert in Paris einziehen und die Stadt plündern. Karl dem Kahlen blieben nur Verhandlungen: Gegen die Zahlung von immensen 7000 Pfund Silber sollten die Normannen abziehen und nie zurückkehren. Diese kassierten und zogen ab, wurden aber schon wenige Jahre später wieder zur Gefahr.

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Web  〈n.; – od. –s; unz.; umg.; häufig in Zus.; kurz für engl.〉 World Wide Web (~phone, ~site) [engl., ”Netz(–werk)“]

Harn|or|ga|ne  〈Pl.; Anat.〉 die harnbildenden Nieren u. diejenigen Organe, die den Harn ableiten: Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase u. Harnröhre

Men|schen|floh  〈m. 1u; Zool.〉 Floh, der außer dem Menschen auch Hunde, Katzen, Ratten u. Hühner befällt: Pulex irritans

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