01.04.1453 Osmanen vor Konstantinopel - wissenschaft.de
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01.04.1453

Osmanen vor Konstantinopel

Aufruhr in Konstantinopel: Vorposten osmanischer Truppen waren am 1. April 1453 vor der Stadt gesichtet worden! Sofort ließ Kaiser Konstantin XI. Palaiologos alle Tore verschließen, Brücken zerstören und die Einfahrt ins Goldene Horn durch eine eiserne Kette versperren. Zeichen, dass es Krieg geben würde, hatte es seit der Thronbesteigung des osmanischen Sultans Mehmed II. 1451 gegeben. Der hatte am Bosporus sogleich eine Festung errichten und Kanonen besonders großen Kalibers herstellen lassen. Und dann hatte Mehmed auch noch Gesandte des byzantinischen Kaisers hinrichten lassen. Konstantins Hilfeersuchen war im Westen ohne Widerhall geblieben: Aus dem römisch-deutschen Reich, aus England, Frankreich und Aragón sowie vom Papst waren nur bedauernde Absagen gekommen.

Als nun Mehmed II. Anfang April 1453 bis vor die Tore Konstantinopels vorgerückt war, sah sich der byzantinische Kaiser mit nur 7000 bewaffneten Verteidigern einer Streitmacht von gut 80 000 Osmanen gegenüber. Fast zwei Monate dauerte die Belagerung, bis die Stadt schließlich am 29. Mai 1453 vollständig von den osmanischen Truppen eingenommen wurde. Umstritten ist, ob die 69 Kanonen, die die Angreifer mit sich führten, kriegsentscheidend waren. Am Ende war der byzantinische Kaiser gefallen und das Schicksal der Stadt besiegelt. Mit der Eroberung Konstantinopels ging auch das 1000-jährige Byzantinische Reich unter.

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