6. April 1722 Ostern auf dem Eiland - wissenschaft.de
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6. April 1722

Ostern auf dem Eiland

Das große Ziel vieler Reisen des 18. Jahrhunderts war die Entdeckung des sagenumwobenen Südkontinents terra australis. Der erste wollte auch der Niederländer Jacob Roggeveen sein. Im Auftrag der Westindischen Handelskompanie stach er im August 1721 mit drei Schiffen, der „Aarend“, der „Thienhoven“ und der „Afrikaansche Galei“, in See. Bald schon änderte er seinen Kurs und stieß am 6. April 1722 auf eine über 3500 Kilometer vor der chilenischen Küste völlig isoliert im Pazifik liegende Insel. Da es Ostersonntag war, taufte Roggeveen seine Entdeckung „Paaschen Eilandt“ – „Osterinsel“. Die Einwohner, die ihn und seine über 100 Mann Besatzung am Strand erwarteten, überreichten ihm Früchte, Hühner und Zuckerrohr. Sie selbst nannten ihre Heimat „Rapa Nui“ oder „Te Pito Te Henua“, „Nabel der Welt“. Die niederländischen Entdecker blieben nicht lange, nahmen aber ihre Impressionen mit nach Hause. Vor allem die geheimnisvollen Moais, kolossale Steinstatuen, die zu Hunderten an der Küste aufgestellt sind, weckten ihr Staunen: „Wir konnten nicht begreifen, wie es möglich war, daß Menschen, denen schweres und dickes Holz mangelt, um ein Gerät zu machen, die auch kein starkes Tauwerk besitzen, derartige Statuen … hatten aufrichten können.“ Diese Moais, die möglicherweise die Ahnen der Einwohner verkörpern, machten die Osterinsel weltberühmt.

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