15.02.1145 Papst gegen Senat - wissenschaft.de
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15.02.1145

Papst gegen Senat

Bernardo Paganello war weder Bischof noch Kardinal, sondern nur Abt des Zisterzienserklosters Tre Fontane vor Rom, als er am 15. Februar 1145 zum Nachfolger von Papst Lucius II. gewählt wurde und sich den Namen Eugen III. gab. Noch in derselben Nacht musste der neugewählte Papst aus Rom fliehen. Ein Jahr zuvor war dort nämlich, dem Beispiel zahlreicher italienischer Kommunen folgend, ein Senat errichtet worden, der Anklänge an die Zeit des alten Rom haben sollte. Im Rom der Senatsherrschaft gab es für den Papst als weltlichen Stadtherrn keinen Platz mehr. Erst drei Tage nach seiner Flucht konnte Eugen III. daher in Farfa geweiht werden.

Sein gesamter Pontifikat war geprägt von der Auseinandersetzung mit dem römischen Senat und dessen Wortführer Arnold von Brescia, der sich entschieden für eine besitzlose Kirche ohne weltliche Herrschaft aussprach. Nur über kurze Perioden seiner bis 1153 währenden Amtszeit konnte sich Eugen in Rom aufhalten, häufig zog er sich nach Viterbo zurück. Der Konflikt mit dem Senat blieb ungelöst. Doch als erster Zisterzienser auf dem Papstthron war Eugen III. nicht ohne einflussreiche Fürsprecher. Er war Schüler und Verehrer seines berühmten Ordensbruders Bernhard von Clairvaux. Dessen Einfluss auf den Pontifex bleibt umstritten, doch als der Papst 1145 zum zweiten Kreuzzug aufrief, betätigte sich Bernhard als wortgewaltiger Kreuzzugsprediger.

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