28.01.1671 Piratenangriff auf Panama - wissenschaft.de
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28.01.1671

Piratenangriff auf Panama

2011 stießen Archäologen vor der Küste Panamas am Meeresboden auf die Überreste eines Schiffes, das möglicherweise eines der Piratenschiffe des berüchtigten Freibeuters Henry Morgan gewesen war. Der Waliser Morgan war auf unklaren Wegen in die Neue Welt gelangt und hatte sich wohl in den 1660er Jahren englischen Piraten angeschlossen. Er muss über eine charismatische Ausstrahlung und großes taktisches Geschick verfügt haben. Bald konnte er sich eine eigene Flotte leisten und damit Plünderungen durchführen. So überfiel er als Kommandant Hunderter Bukaniere (Freibeuter) unter anderem Portobelo sowie Küstenstädte am Maracaibo-See in Venezuela und machte reiche Beute. Inwieweit seine Unternehmungen dabei vom englischen Gouverneur von Jamaika legitimiert waren, bleibt unklar. Panama-Stadt war die reichste der spanischen Niederlassungen in der Neuen Welt. Die Ströme an Gold und Silber aus den Minen flossen hier zusammen, bevor sie nach Europa verschifft wurden. All dies weckte die Gier Henry Morgans: An der Spitze von etwa 1400 Freibeutern besiegte er am 28. Januar 1671 ein spanisches Infanterieheer und nahm die Stadt ein. Doch die erhoffte Beute fiel weit kleiner aus, denn vieles hatte man vorher in Sicherheit bringen können. Noch dazu legte eine Feuersbrunst die Stadt in Schutt und Asche. Was Henry Morgan obendrein nicht wusste: Sein Überfall auf Panama verletzte einen inzwischen von England und Spanien geschlossenen Friedensvertrag. Morgan wurde verhaftet und nach England gebracht, dann aber rehabilitiert und später sogar Vizegouverneur von Jamaika.

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