16.06.1932 Reparationen verhandelt - wissenschaft.de
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16.06.1932

Reparationen verhandelt

Sie bestimmten die Außen- und die Innenpolitik der Weimarer Republik: die deutschen Reparationsleistungen für den Ersten Weltkrieg. Streitthema war nicht nur deren Höhe, sondern auch die im Versailler Vertrag festgelegte Kriegsschuld Deutschlands. Erst sie begründete die Reparationsforderung. Zwar zahlte Deutschland seit Kriegsende bereits Entschädigungen, tatsächlich wurde aber erst 1929 im „Young-Plan“ die konkrete Höhe der Wiedergut‧machung vereinbart: rund drei Milliarden Goldmark jährlich bis ins Jahr 1988.

Im Lauf der Weltwirtschaftskrise galten diese Zahlungen vielen internationalen Finanzexperten als eigentliche Ursache für die wirtschaftliche Misere. Am 16. Juni 1932 begannen in Lausanne zwischen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA Verhandlungen über die weiteren Zahlungsverpflichtungen. Der deutsche Delegationsleiter, Reichskanzler Franz von Papen, forderte nicht nur ein Ende der Zahlungen, sondern auch die Streichung des Kriegsschuld-Artikels – für die französische Seite inakzeptabel. Schließlich einigten sich die Parteien auf eine Abschlusszahlung von drei Milliarden Goldmark. Diese Zahlung wurde nie geleistet, doch der Kriegsschuld-Artikel blieb bestehen – ein gefundenes Fressen für den erstarkenden Nationalismus in Deutschland. Insgesamt bezahlte Deutschland zwischen 1919 und 1932 rund 25 Milliarden Goldmark als Wiedergutmachung an die Kriegsgegner. Die letzte dafür aufgenommene Anleihe wurde 2010 getilgt.

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En|te|ron  〈n.; –s, –te|ra; Med.〉 Darm, insbes. Dünndarm, Eingeweide [grch.]

Ser|ra|del|le  〈f. 19; Bot.〉 Futterpflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler: Ornithopus sativus; oV Serradella ... mehr

Zi|geu|ner|pri|mas  〈m.; –, –se; Mus.〉 = Primas (2)

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