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15. Oktober 1080

Rudolf von Rheinfelden stirbt

„O lägen doch alle meine Feinde so fürstlich bestattet!“, soll Kaiser Heinrich IV. vor dem Grab seines einstigen Gegners ausgerufen haben. In der Tat ist die letzte Ruhestätte Rudolfs von Rheinfelden in der Vierung des Merseburger Doms eines Königs mehr als würdig: Die bronzene Grabplatte zeigt ihn mit Bügelkrone, Lilienzepter und Reichsapfel in den Händen. Die Inschrift preist ihn sogar als einen Märtyrer der Kirche.

Einst war Rudolf, Herzog von Schwaben, einer der wichtigsten Gefolgsleute des Saliers Heinrich IV. gewesen. Doch Heinrichs geradezu „absolutistischer“ Herrschaftsstil hatte bei Rudolf und vielen anderen Fürsten des Reichs für große Empörung gesorgt. Außerdem hatte er das Reich in einen blutigen Krieg gegen die Sachsen geführt, den viele Tausende mit dem Leben bezahlen mußten. Ein solcher Tyrann, so glaubte man, war kein König mehr und hatte alle Ansprüche auf die Herrschaft verwirkt! In einer Fürstenversammlung zu Forchheim 1077 wurde Heinrich IV. daher feierlich für abgesetzt erklärt und an seiner Stelle Rudolf von Rheinfelden zum König gewählt. Mehrmals trafen die beiden Kontrahenten mit ihren Heeren in den Folgejahren aufeinander, zwei Schlachten bei Mellrichstadt und Flarchheim konnte Rudolf für sich entscheiden. Doch in der Schacht an der Elster verließ ihn das Glück: Im Kampf wurde ihm die rechte Hand abgeschlagen, zudem wurde er am Unterleib verletzt. Am 15. Oktober 1080 erlag der Gegenkönig in Merseburg seinen Verwundungen.

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Wissenschaftslexikon

Kno|chen|mark|trans|plan|ta|ti|on  〈f. 20; Med.〉 Übertragung von Knochenmark, das einem geeigneten Spender entnommen wurde, zu therapeutischen Zwecken, z. B. bei Leukämieerkrankungen

gold|füh|rend  auch:  Gold füh|rend  〈Adj.〉 1 Gold enthaltend (Gestein) ... mehr

♦ Ne|phri|di|um  〈n.; –s, –di|en; Biol.〉 Nierenorgan, im Tierreich verbreitetes Ausscheidungsorgan, das entweder blind geschlossen od. als Kanälchen ausgebildet ist [zu grch. nephros ... mehr

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