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22. September 1548

Sächsische Staatskapelle gegründet

„Man hört allgemein, daß die Hofkapelle die beste in Europa sey.“, notierte sich Ludwig van Beethoven im Jahr 1823. Gemeint war die Sächsische Staatskapelle Dresden, die zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine 275jährige Geschichte zurückblicken konnte. Am 22. September 1548 war sie durch Kurfürst Moritz von Sachsen auf Schloß Hartenfels in Torgau als „kurfürstliche Kantorei“ ins Leben gerufen worden. Zusammen mit den Dresdner Kapellknaben gestaltete sie nicht allein die Gottesdienste, sondern bot auch den musikalischen Rahmen für glanzvolle Feste am kurfürstlichen Hof. Obgleich ihre Existenz insbesondere durch den Dreißigjährigen Krieg, das Ende des Siebenjährigen Krieges oder den Zusammenbruch 1945 immer wieder aufs höchste gefährdet wurde, gilt die Sächsische Staatskapelle als das älteste ununterbrochen bestehende Orchester der Welt. Viele Größen der Musikgeschichte, unter ihnen Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, haben sie als Kapellmeister über die Jahrhunderte hinweg zu einem international gefeierten Klangkörper geformt. Für Richard Strauss war das Orchster eine „Tonharfe“. Ihr widmete er unter anderem seine „Alpensinfonie“. Seit dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts wurde die Sächsische Staatskapelle auch als Opernorchester eingesetzt. Seit 1992 wieder Hauptspielstätte und untrennbar mit dem Orchester verbunden, ist daher die Dresdner Semperoper.

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