5. April 1167 Salzburg in Flammen - wissenschaft.de
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5. April 1167

Salzburg in Flammen

Das alexandrinische Schisma, eine 1159 erfolgte Doppelwahl zweier Päpste, spaltete nicht nur die abendländische Christenheit, sondern auch das römisch-deutsche Reich. In seinem Kampf gegen Papst Alexander III. wußte Kaiser Friedrich Barbarossa keineswegs alle Reichsfürsten hinter sich. Vor allem Erzbischof Kon-rad II. von Salzburg stellte sich offen gegen den Staufer. Er weigerte sich, die „Würz-burger Eide“ zu leisten, die ihn zur Unterstützung des vom Kaiser favorisierten Papstes Viktor IV. verpflichtet hätten. In der Unbotmäßigkeit des Erzbischofs sah Barbarossa die Ehre (honor ) des gesamten Reiches verletzt. Angesichts des Ungehorsams „knurrte der Kaiser wie ein Löwe und gab ein Brüllen von sich, das das ganze Reich durchbebte“. Er entzog dem Erzbischof seine Huld und beschlagnahmte alle Besitzungen der Salzburger Kirche. Salzburg verfiel der kaiserlichen Acht.

Im Auftrag Barbarossas überfielen die Grafen Heinrich und Liupold von Plain in der Nacht des 4. auf den 5. April 1167 die Stadt, verwüsteten sie und steckten Häuser in Brand. Auch der Dom wurde ein Raub der Flammen. Die schockierende Tat zeigte, wie gefährlich ein offenes Bekenntnis für Alexander III. sein konnte. Ein Umdenken Konrads II. bewirkte sie freilich nicht. Der streitbare Erzbischof starb 1168, ohne die Huld des Kaisers wiedererlangt zu haben.

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