12. Februar 1541 „Santiago del Nuevo Estremo“ - wissenschaft.de
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12. Februar 1541

„Santiago del Nuevo Estremo“

Chile hatte einen miserablen Ruf unter den Konquistadoren, Soldaten und Kaufleuten. Man konnte dort nur verlieren – sein Geld und sein Leben. Weder Gold noch kostbare Kunstgegenstände waren dort je aufgetaucht. Um so erstaulicher war die chilenische Unternehmung des Pedro de Valdivia.
Finanziell hatte der wagemutige Spanier aus der Estremadura eigentlich ausgesorgt: Ende der 1530er Jahre belohnten ihn die Pizarros fürstlich für seinen treuen Dienst bei der Eroberung Perus. Doch Valdivia setzte alles, was er hatte, ein, um sein Himmelfahrtskommando nach Süden auszustatten, nahm Kredite zu Wucherzinsen auf und zog im Januar 1540 los, um Chile zu erobern. „Viele kluge Leute hielten mich für unvernünftig“, schrieb Valdivia fünf Jahre später in einem Brief an Kaiser Karl V., „doch ich erkannte, welchen Dienst ich Eurer Majestät erweisen könnte.
„Ein Jahr voller Entbehrungen, Verschwörungen seiner Soldaten, voll „Hunger und Kämpfen mit Indianern“ später war es soweit, daß der Konquistador seiner Majestät den ersten „Dienst“ erweisen konnte. Im Mapochotal, dem letzten bekannten Zipfel Chiles, war er auf friedlich scheinende Ureinwohner gestoßen. Sie bauten „uns Häuser aus Holz und Stroh nach dem Plan, den ich ihnen gab, an einer Stelle in dem genannten Tal, wo ich schließlich im Namen Eurer Majestät die Stadt Santiago del Nuevo Estremo gründete.“ Dies geschah am 12. Februar 1541. Die Siedlung war zunächst alles andere als eine sichere Basis, im September bereits entging sie nur knapp der völligen Vernichtung. Doch bis zum Tod des Stadtgründers im Jahr 1553 hatte sie sich als Kristallisationspunkt für die weitere Kolonisation gefestigt. Als Santiago de Chile besteht sie noch heute.

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