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26.09.715

Schlacht bei Compiègne

Nur wenigen Ereignissen aus der Geschichte Karl Martells wurde in seinem Umkreis eine solche Tragweite beigemessen, dass sie mit Tagesdatum aufgezeichnet wurden. Die Schlacht von Compiègne am 26. September 715 war eines davon. Es standen sich der neustrische Hausmeier Theudoald und sein Rivale Raganfrid gegenüber.

Der blutige Konflikt begann ein knappes Jahr zuvor mit dem Tod des Hausmeiers Pippin der Mittlere 714, der die Herrschaftsgewalt im gesamten Frankenreich faktisch in Händen hielt. Pippins Sohn Grimoald war ermordet worden, die Nachfolge daher ungewiss. Energisch nahm Pippins Gemahlin Plektrud die Fäden in die Hand: Auf ihr Zutun hin übertrug er auf dem Sterbebett seinem minderjährigen Enkel Theudoald das Hausmeieramt, Plektrud selbst übernahm die Vormundschaft. Die neustrischen Großen erhoben sich gegen den Knaben und seine Großmutter und riefen einen der ihren, Raganfrid, zum Hausmeier aus. Bei Compiègne kam es zur Schlacht. Theudoald wurde in die Flucht geschlagen, Raganfrid war nun unangefochten Hausmeier in Neustrien (dem nordwestlichen Teil des Reichs).

Und Karl Martell? Als illegitimen Sohn Pippins hatte ihn Plektrud auszuschalten versucht. Nach dem Sieg Raganfrids aber gelang es Karl Martell, Plektrud zur Anerkennung seiner Rechte zu zwingen und Raganfrid zu besiegen. Schließlich war er als Hausmeier faktisch Alleinherrscher über das gesamte Frankenreich.

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