27. Juni 1519 Schlagabtausch für den rechten Glauben - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

27. Juni 1519

Schlagabtausch für den rechten Glauben

Martin Luthers Veröffentlichung seiner 95 Thesen im Jahr 1517 und die zahlreichen Flugblätter, die alsbald kursierten, hatten zu prompten Reaktionen der Reformationsgegner geführt, die mit eigenen Streitschriften die altgläubige Position verteidigten. Insbesondere der Theologe Johannes Eck stritt mit Luther um die Stellung des Papstes und das Ablasswesen. Eck war es auch, der eine öffentliche Disputation mit Luther forderte.

Diese fand vom 27. Juni 1519 an in der Hofstube der Pleißenburg zu Leipzig statt und trägt daher den Namen „Leipziger Disputation“. Neben Martin Luther traten Andreas Bodenstein von Karlstadt und Philipp Melanchthon für die neue Lehre ein, während Johannes Eck von einigen Leipziger Theologen unterstützt wurde.

Die eigentliche Auseinandersetzung zwischen Luther und Eck fand erst im Juli statt. Scharf attackierte Eck die Thesen des Reformators und rückte ihn in die Nähe von Jan Hus, der ein Jahrhundert zuvor als Ketzer verbrannt worden war. Tatkräftig unterstützt von Karlstadt und Melanch‧thon, wusste Luther gut zu kontern. Als am 13. Juli die Disputation für beendet erklärt wurde, fühlten sich beide Lager als Sieger. In der veröffentlichten Disputationsschrift war nachzulesen, dass Luther sowohl dem Papst als auch dem Konzil die höchste Autorität in Glaubensdingen absprach und überdies nicht alle Thesen des Jan Hus als ketzerisch erachtete. Der Bruch mit Rom war damit endgültig vollzogen.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Star|let  〈[star–] n. 15〉 angehender Filmstar, Nachwuchsschauspielerin; Sy Filmsternchen ... mehr

Groß|satz  〈m. 1u; Gramm.〉 mehrfach zusammengesetzter, kunstvoll gebauter Satz; Sy Periode ( ... mehr

Zünd|ver|tei|ler  〈m. 3; Kfz〉 Einrichtung in der Zündanlage, von der aus die Zündspannung auf die einzelnen Zylinder geleitet wird

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige