11. Januar 1909 Schutz der Grenzgewässer - wissenschaft.de
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11. Januar 1909

Schutz der Grenzgewässer

Zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada zieht sich eine 8890 Kilometer lange Grenze, die im östlichen Teil auf weiten Strecken nicht auf Land-, sondern auf Wasserwegen verläuft. Nach dem Grenzvertrag von 1842 befinden sich der Ontariosee, der Eriesee, der Huronsee und der Obere See sowohl auf amerikanischem als auch auf kanadischem Territorium. Während im 19. Jahrhundert Grenzstreitigkeiten vor allem die Schiffahrt betrafen und auf diplomatischem Weg gelöst werden konnten, änderte sich dies radikal mit der zunehmenden Industrialisierung der Region. Das neue industrielle Zentrum Nordamerikas wuchs gegen Ende des 19. Jahrhunderts rapide: Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft wurden ausgebaut und Wasserkraftwerke errichtet. Dass dies zu einem Kollaps führen würde, hatte man schon damals erkannt: Nur ein Prozent der Wassermassen der Großen Seen erneuert sich jedes Jahr.

In Washington und Ottawa stand schon bald fest, dass eine Regelung getroffen werden musste. Am 11. Januar 1909 unterzeichneten die beiden Länder einen Vertrag über die quantitative und qualitative Nutzung der Grenzgewässer. Eine paritätisch besetzte Kommission, die „International Joint Commission“, sollte von nun an Streitigkeiten zwischen den beiden Staaten regeln. Sie ist auch heute noch aktiv, um die Gewässer des größten Südwassergebiets der Welt vor der starken Umweltverschmutzung zu schützen.

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