Januar 1908 „Scouting for Boys“ - wissenschaft.de
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Januar 1908

„Scouting for Boys“

„Das Lager… gibt Gesundheit und Glück, wie man es niemals zwischen den Backsteinen und dem Rauch der Stadt findet.“ Rauch und Backsteine, von beidem gab es in Glasgow genug – und dort begann auch die Geschichte der Pfadfinder. Im ganzen Königreich hatte sich die Geschichte vom ersten Pfadfinder-Lager herumgesprochen, das General Robert Baden-Powell im Sommer 1907 veranstaltet hatte. Zwei Dutzend Jungs aus allen Schichten hatte der rührige Militär dafür zusammengetrommelt. Auf der kleinen Insel Brownsea schlugen sie für eine gute Woche ihre Zelte auf, hißten ihre Fahnen, entzündeten ihr Lagerfeuer, beobachteten die Natur – kurz: Baden-Powell vermittelte einen Teil seiner Kenntnisse, die er in vielen Einsätzen als „Scout“ für Armee und Geheimdienst erworben hatte. Doch nun ging es nicht um Krieg – die Jungen sollten „Friedenspfadfinder“ sein. Zurück von der Insel, war Baden-Powell klar, daß er dieser Idee den Rest seines Lebens widmen wollte – der 50-Jährige quittierte den Dienst. Zunächst schrieb er „Scouting for Boys“ (aus diesem Buch stammt auch das einleitende Zitat). Alle Tricks und Kniffe, die er zum Überleben in der Natur gesammelt hatte, werden systematisch dargestellt. Ebenso großen Raum aber nehmen seine Überlegungen zur praktischen Lebensführung, zu Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn ein. Die erste Gruppe in Glasgow war nur der Anfang. Nach zwei Jahren schon waren 60.000 Jungen und Mädchen in Pfadfindergruppen aktiv.

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