22.06.1476 Sieg bei Murten - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

22.06.1476

Sieg bei Murten

Herzog Karl der Kühne von Burgund, der sein Herzogtum vergrößern und zum Königreich machen wollte, hatte sich in den „Burgunderkriegen“ des 15. Jahrhunderts in Kämpfe mit den Franzosen, den Habsburgern und den Eidgenossen verwickelt. Die Schweizer schlossen daraufhin mit Herzog Siegmund von Österreich ein Bündnis, die „Ewige Richtung“, und erklärten ihrerseits Karl dem Kühnen den Krieg.

Im Jahr 1476 drang dieser in das Territorium der Eidgenossenschaft ein, nahm die Stadt Grandson am Neuenburger See nach kurzer Belagerung ein, erlitt aber in der folgenden Schlacht eine schwere Niederlage. Den Schweizern unter der Führung Berns gelang es, das starke burgundische Heer in die Flucht zu schlagen und 400 Kanonen zu erbeuten. In der Absicht, von Lausanne aus nach Bern vorzustoßen, rückte das neu versammelte Heer Karls des Kühnen im Juni 1476 nach Murten vor, das mit etwa 2 000 Bernern besetzt war. Während Karls Artillerie die Stadt einzunehmen drohte, eilten den Bernern in höchster Not die übrigen Eidgenossen und weitere Verbündete, unter anderem lothringische Reiterei, zu Hilfe. Am 22. Juni kam es zur Schlacht bei Murten zwischen den Kontrahenten, deren Heeresstärke auf je etwa 22 000 bis 24 000 Mann beziffert wird. Am Ende war es ein Überraschungsangriff, der den Schweizern den Sieg brachte und den Mythos ihrer Unbesiegbarkeit nährte.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Gym|no|sper|men  〈Pl.〉 = Nacktsamer; Ggs Angiospermen ... mehr

Dung|kä|fer  〈m. 3; Zool.〉 = Mistkäfer

tor|pid  〈Adj.; Med.〉 1 regungslos, schlaff 2 träge, schwer erregbar, stumpfsinnig ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige