17. Februar 1370 Sieg über die Litauer - wissenschaft.de
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17. Februar 1370

Sieg über die Litauer

Als Kaiser Friedrich II. dem Deutschen Orden in der „Goldbulle von Rimini“ 1226 gestattet hatte, die noch immer heidnischen Gebiete im Norden zu erobern, die Heiden zu bekehren und selbst die Herrschaft über die Eroberungen auszuüben, hatte er die Grundlagen des Deutschordensstaates gelegt, der bis zum 14. Jahrhundert zu beeindruckender Größe angewachsen war. Der Ritterorden hatte die aufständischen Pruzzen (Preußen) besiegen können und sein Gebiet bis nach Livland und Polen ausgedehnt. Allein die Litauer ließen sich weder bekehren noch unterwerfen und blieben eine ständige Bedrohung für den Deutschordensstaat. Doch als der litauische Großfürst Kynstat im Winter 1370 einen Vorstoß auf das Samland plante, wendete sich das Blatt. Wegen Tauwetters konnten seine Truppen nicht wie geplant über das Eis des Kurischen Haffs ziehen, sondern mußten den Landweg nehmen. Bei Rudau trafen die Litauer auf zwei Heere des Deutschen Ordens unter Hochmeister Winrich von Kniprode und Ordensmarschall Henning Schindekopf. Kniprode gilt als einer der bedeutendsten Deutschordensmeister des späten Mittelalters. Siegreich auch gegen die Dänen, sollte ihm bei Rudau sein größter militärischer Erfolg gelingen: Am 17. Februar brachte sein Heer den Litauern eine verheerende, die endgültige Niederlage bei.

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