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15. März 933

Sieg über die Ungarn

Die verheerenden Raubzüge der Ungarn waren für das ostfränkisch-deutsche Reich des 10. Jahrhunderts eine ständige Bedrohung. Besonders Klöster waren oft Ziel der blitzartigen Überfälle und wurden zum Opfer von Plünderung und Brandschatzung. Im Jahr 926 war es König Heinrich I. gelungen, gegen Tributzahlungen einen neunjährigen Frieden mit den Ungarn auszuhandeln. Die Zeit nutzte er zur Errichtung von Burgen und zur Aufstellung eines schlagkräftigen Heeres.

So war der König gerüstet, als er 932 die ungarischen Gesandten, die gekommen waren, den fälligen Tribut einzufordern, mit leeren Händen wieder heimschickte. Die brüskierten Ungarn reagierten mit einem Einfall ins Ostfrankenreich. Am 15. März 933 trafen sie in der Nähe des heute nicht mehr vorhandenen Ortes Riade an der Unstrut auf das Heer Heinrichs I. Gegen die Panzerreiter konnten die gefürchteten, aber nur leicht gerüsteten ungarischen Bogenschützen nichts ausrichten. Die Ungarn ergriffen die Flucht, Heinrich blieb glänzender Sieger. Gott, so waren die Zeitgenossen überzeugt, war mit dem König gewesen. Die bedeutendste Reichsinsignie in ottonischer Zeit, die Heilige Lanze, hatte er mit in die Schlacht geführt. Sie habe ihm den Sieg gebracht. Auch Heinrichs Sohn Otto I. hielt diese Lanze in Händen, als er sich den Ungarn nach über 20-jährigem Frieden im Jahr 955 auf dem Lechfeld erneut stellen musste.

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In|kon|ti|nenz  〈f. 20; unz.; Med.〉 Unfähigkeit, den Harn od. Stuhl zurückzuhalten; Ggs Kontinenz ... mehr

Spar|gel|flie|ge  〈f. 19; Zool.〉 Spargelschädling aus der Familie der Bohrfliegen: Platyparea poeciloptera

Com|pi|la|tion  〈[kmpıln] f. 10; Mus.〉 thematisch od. konzeptionell begründete Zusammenstellung mehrerer Musikstücke auf einem Tonträger [engl., ”Zusammenstellung; Sammelwerk“]

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