13. Juni 1960 Sihanouk wird Staatspräsident - wissenschaft.de
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13. Juni 1960

Sihanouk wird Staatspräsident

König von Kambodscha, Ministerpräsident, Staatschef – und am Ende wieder König: Wohl kaum ein Monarch hat wie Norodom Sihanouk über einen Zeitraum von 50 Jahren eine derartige Folge von Thronbesteigungen und Abdankungen, Amtsantritten und Rücktritten erlebt. 1941 hatte er die Königswürde übernommen – ein Amt von Frankreichs Gnaden, denn das Land war seit 1867 Teil der von Paris aus dominierten Union von Indochina. Die nationalen Könige in der Region dienten als Marionetten. Sihanouk, der schon 1945 die Unbhängigkeit Kambodschas proklamierte, erreichte schließlich mit den Genfer Verträgen vom Juli 1954 sein Ziel. Bereits ein knappes Jahr nach der Erringung der Selbständigkeit überließ der im Volk beliebte Sihanouk jedoch seinem Vater Norodom Suramarit den Thron, um sich als Gründer der Massenbewegung der „Sozialistischen Volksgemeinschaft“ und Premierminister unmittelbar in der Tagespolitik zu engagieren. In kürzester Zeit baute Sihanouk das politische System des Landes komplett um. Als König Norodom Suramarit 1960 starb, bestieg der Sohn nicht erneut den Thron – sondern führte statt dessen ein neues Amt ein: Sihanouk wurde am 13. Juni 1960 Staatspräsident. Die folgenden Jahrzehnte erlebten weitere Wechsel der Ämter Sihanouks – mit dem merkwürdigen Höhepunkt 1993, als der alternde, im Exil lebende Mon-arch erneut als König von Kambodscha eingesetzt wurde. Erst im Oktober 2004 trat er schwer krank zurück.

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