24.05.1791 „Sing-Akademie“ gegründet - wissenschaft.de
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24.05.1791

„Sing-Akademie“ gegründet

Carl Friedrich Christian Fasch war ein begabter Cembalist und gefragter Musizierpartner. Sein Talent brachte ihn 1756 an den Hof Friedrichs II., wo er vom zweiten Hofcembalisten zum Hofkapellmeister aufstieg und den Preußenkönig oft bei seinen Flötenkonzerten begleitete. Wie sein berühmter Vater Johann Friedrich Fasch versuchte auch der Sohn sich als Komponist. Als Fasch 1790 keinen Chor fand, der einer anspruchsvollen Messkomposition aus seiner Feder gewachsen war, begann er, in Berlin zunächst mit seinen Schülern zu proben. Der Kreis der Sänger weitete sich aus, bis der „Kunstverein für die heilige Musik“ daraus entstand. Im eigens angelegten Probentagebuch notierte Fasch die erste Aufführung für den 24. Mai 1791. Dieses Datum gilt als Gründungs‧datum des bis heute bestehenden Chors, den Fasch 1794 zur Berliner „Singe-Accademie“ umbenannte. Sie ist der älteste gemischte Laienchor der Welt.

28 Sängerinnen und Sänger waren es bei der Gründung, bei Faschs Tod im Jahr 1800 bereits über 130. Aus der anfangslosen Vereinigung von Sängern war schnell ein institutionalisierter bürgerlicher Chor mit beachtlichem Renommee geworden. Für die musikalische Qualität und das umfassende Repertoire der Sing-Akademie spricht auch ihr kostbares Archiv, das als eine der reichsten Sammlungen von Musik des 18. Jahrhunderts gilt. Angelegt wurde es von Faschs Nachfolger Carl Friedrich Zelter, einem Freund Goethes, unter dem sich die Sing-Akademie insbesondere der Musik Johann Sebastian Bachs zuwandte.

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Back|tra|cking  〈[bæktrækın] n.; – od. –s; unz.; IT〉 Programmier– bzw. Suchstrategie, die von bestimmten Problempunkten ausgehend Lösungswege entwickelt, wobei der bis dahin aktuelle (Daten–)Bestand gesichert (u. gegebenenfalls rückverfolgt) wird, falls sich der Weg als eindeutig falsch erweist [engl., ”Rückverfolgung“]

psy|cho|tech|nisch  〈Adj.〉 zur Psychotechnik gehörend, auf ihr beruhend, mit ihrer Hilfe

♦ Ha|plo|dont  〈m. 16; Biol.〉 wurzellos–kegelförmiger Zahn niedriger Wirbeltiere u. einiger Nagetiere [<grch. haplous ... mehr

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