1. Januar 61 v. Chr. Skandal beim Fest der Bona Dea - wissenschaft.de
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1. Januar 61 v. Chr.

Skandal beim Fest der Bona Dea

Am 1. Januar 61 v.Chr. berichtet Cicero seinem Freund Atticus in einem Brief von dem neuesten Skandal in Rom: Auf dem Fest zu Ehren der Bona Dea, das in diesem Jahr Pompeia, die Frau des Gaius Julius Caesar, ausgerichtet hatte, war ein Mann in Frauenkleidern ertappt worden! Der unverfrorene Publius Clodius hatte sich offensichtlich mit Hilfe einer Dienerin eingeschlichen, um sich mit der Gastgeberin, die gleichzeitig seine Geliebte war, zu treffen. Die Tat war um so verwerflicher, als bei dem Fest der Bona Dea, der guten Göttin, Männer keinen Zutritt hatten. Jedes Jahr im Dezember wurde das Fest von der Frau eines römischen Beamten in ihrem eigenen Haus veranstaltet. Über den Ablauf des Festes selbst ist wenig bekannt, doch klar ist: Die Hauptbeteiligten waren die Vestalinnen, also die Frauen, die sich dem Kult der Göttin Vesta und der ewigen Jungfräulichkeit verschrieben hatten. Die Vestalinnen wachten über das Feuer im Vesta-Tempel, das den Staat symbolisierte. Auch das Fest der Göttin Bona Dea, wohl einer Fruchtbarkeitsgöttin, gehörte in ihren Aufgabenbereich. Störte ein Mann diese Feier, war das ein unglaublicher Frevel und ein böses Omen. Für Clodius blieb die Tat weitgehend folgenlos, da ihm nicht nur die Flucht gelang, sondern Caesar der Sache auch nicht weiter nachging. Von seiner Frau allerdings trennte der erboste Ehemann sich sogleich, obwohl ihr keine Mitwirkung an der Tat des Clodius nachgewiesen werden konnte.

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