7. Januar 1946 Start der deutschen Penicillin-Produktion - wissenschaft.de
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7. Januar 1946

Start der deutschen Penicillin-Produktion

Was wäre im Nachkriegsdeutschland nötiger gewesen als ein Mittel gegen Infektionen? In den beengten Wohnverhältnissen und unter den schlechten sanitären Bedingungen der Trümmerzeit grassierten die Bakterieninfektionen. Doch die Behandlungschancen für Deutsche waren äußerst gering. Zwar wurde der 1928 entdeckte Wirkstoff in England und den USA in ausreichendem Maße hergestellt, ausreichend aber nur für den eigenen Markt. Und so wurde zwar Penicillin nach dem Krieg in die Besatzungszonen importiert, durfte aber nur an die eigenen Truppen abgegeben werden, meist zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten. Diebstahl, Schwarzhandel und Betrug begannen zu blühen, wie im Film „Der dritte Mann“ eindrücklich beschrieben. Keine der Militärregierungen jedoch konnte ein Interesse daran haben, daß die Bevölkerung in ihrer Zone durch einfache Infektionskrankheiten dezimiert oder geschwächt wurde. So traten sie unabhängig voneinander an die Pharmaindustrie in ihren Zonen heran. In Berlin wies am 7. Januar 1946 die Sowjetische Militär-Administration die Schering AG an, mit der Produktion von Penicillin in ihrem Werk Adlershof zu beginnen. Erst später folgten das I.G.-Farben-Werk Hoechst und das Institut für Mikrobiologie in Jena. Damit war Schering das erste deutsche Unternehmen, das Penicillin im großen Maßstab produzierte.

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