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09.05.1947

Streik in Hamburg

„Diese Kundgebung ist die letzte Mahnung an die Welt, die Hilfe für Deutschland zu verstärken.“ Mit diesen Worten beschloss Adolph Kummernuss, der Vorsitzende der Hamburger Gewerkschaften, seine Rede vor der bis dahin größten Massenkundgebung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. 150 000 Hamburgerinnen und Hamburger versammelten sich am 9. Mai 1947 vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof. Sie protestierten gegen die katastrophale Lebensmittelversorgung in den Besatzungszonen. In Hamburg, aber auch in Hannover oder Essen war die tägliche Lebensmittelration auf unter 1000 Kalorien gefallen. So mehrten sich auch dort die Streiks und Proteste.

Schon mehrere hunderttausend Menschen waren in Deutschland während des Hungerwinters 1946/47 durch Erfrieren oder Verhungern gestorben. Und auch danach hatte sich die Lage kaum verbessert. Zwar stiegen die Temperaturen, doch gingen die Vorräte aus der Vorjahresernte zu Ende. Etwas Abhilfe schufen zusätzliche Getreidelieferungen durch die USA und die berühmten „CARE“-Pakete, doch die Lebensmittelversorgung blieb schwierig, bis die Währungsreform 1948 und der Marshall-Plan das Warenangebot zumindest in den drei westlichen Besatzungszonen wieder spürbar verbesserten.

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