19. Februar 1913 Suffragetten zünden Bombe - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

19. Februar 1913

Suffragetten zünden Bombe

Jahrelang hatten die englischen Frauenrechtlerinnen für ihre politische Gleichberechtigung friedlich protestiert. Die 1903 von Emmeline Pankhurst gegründete „Women’s Social and Political Union“ hatte Petitionen eingereicht, Vortragsreisen organisiert und zu Versammlungen aufgerufen, doch die Forderung nach dem Frauenwahlrecht wurde kaum gehört. Im November 1910 spitzte sich die Lage zu: Mit brutaler Gewalt löste die Polizei eine Kundgebung auf. Einige Frauen starben an den Spätfolgen der Übergriffe, verhaftete Frauen traten im Gefängnis in den Hungerstreik und wurden schließlich zwangsernährt.

In dieser aufgeheizten Situation rief Emmeline Pankhurst dazu auf, gezielt öffentliches Eigentum anzugreifen. Steine flogen in Fensterscheiben von Ministerien, Banken und Postämtern, Säure ätzte in die Rasenflächen von Golfplätzen das Motto „Votes for Women“. Am 19. Februar 1913 eskalierte die Gewalt aufs Neue. Emily Wilding Davison zündete eine Bombe in Walton-on-Hill, dem Wochenendhaus des britischen Schatzmeisters Lloyd George. Zu Schaden kam niemand. Emmeline Pankhurst, die sich öffentlich zu dem Anschlag bekannte, wurde inhaftiert; ihre Anhängerinnen suchten sie mit Gewalt zu befreien. Der Erste Weltkrieg bereitete den Protestaktionen ein vorläufiges Ende, denn die Suffragetten unterstützten die Regierung und ihre Kriegspolitik vorbehaltlos. Erst 1928 wurde ihnen das uneingeschränkte Wahlrecht zugestanden.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Sa|xo|pho|nist  〈m. 16; Mus.〉 = Saxofonist

Ge|sell|schafts|ro|man  〈m. 1; Lit.〉 die Probleme u. Zustände der Gesellschaft einer Zeit schildernder Roman

In|fer|ti|li|tät  〈f.; –; unz.; Med.〉 Unfähigkeit, ein lebensfähiges Kind auszutragen, Unfruchtbarkeit; Ggs Fertilität ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige