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1. März 86 v. Chr.

Sulla bringt Athen „zur Räson“

Mithridates Eupator, der König von Pontos, suchte sich die Schwäche der Römischen Republik nach dem schweren Krieg gegen die italischen Bundesgenossen zunutze zu machen, um sein kleines Reich an der Süd?küste des Schwarzen Meeres in ein Großreich zu verwandeln. Zunächst fiel er 88 v. Chr. in Kleinasien ein. In einer inszenierten Erhebung ließ er Römer und Italiker niedermetzeln, 80000 Opfer sollen es bei der „Vesper von Ephesus“ gewesen sein. Parallel vermochte er sich auch die Unterstützung Griechenlands zu sichern. In Rom erhielt Sulla den Oberbefehl gegen den König von Pontos. Während dessen Heer noch in Kleinasien stand, zog Sulla gegen Athen. Mit Reden über die ruhmreiche Geschichte der Stadt versuchten Athens Gesandte, die Römer zum Abzug zu bewegen. „Ich bin von den Römern nicht nach Athen geschickt worden, um zu studieren, sondern um Abtrünnige zur Räson zu bringen“, soll Sulla nach Plutarch geantwortet haben. Nach monatelanger Belagerung mußte die Stadt am 1. März 86 v. Chr. kapitulieren. Die Menge der Erschlagenen werde „nur nach der Fläche, die das vergossene Blut einnahm, geschätzt“, so Plutarch. Für Mithridates, der anschließend mit knapper Not geschlagen wurde, fiel der Frieden dagegen milde aus – man einigte sich auf die Beibehaltung der Verhältnisse vor dem Krieg.

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Or|ga|no|the|ra|pie  〈f. 19; Med.〉 Verwendung menschlicher od. tierischer Organe, Zellen, Gewebssäfte od. Ausscheidungen zur Behandlung von Krankheiten; Sy Organtherapie ... mehr

Re|gen|bo|gen|haut  〈f. 7u; Anat.〉 im Auge der Wirbeltiere u. des Menschen der vordere, durch die Hornhaut hindurch sichtbare, freie Rand der Aderhaut; Sy Iris ( ... mehr

Wei|de|rich  〈m. 1; Bot.〉 Angehöriger einer Gattung der Weiderichgewächse (Lythraceae) mit krautigem Wuchs u. roten Blüten

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