30. November 1948 Teilung Berlins besiegelt - wissenschaft.de
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30. November 1948

Teilung Berlins besiegelt

Die ersten freien Wahlen in Berlin seit 1933 brachten im Oktober 1946 ein eindeutiges Ergebnis: Die in der Sowjetischen Besatzungszone entstandene Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) war hinter SPD und CDU nur dritte politische Macht in Groß-Berlin. Diese Niederlage verschärfte die Spannungen zwischen den alliierten Besatzungszonen im West- und im Ostteil der Stadt. Die Lage eskalierte erneut am 24. Juni 1948, als die Sowjetunion die Land- und Wasserwege zu den westlichen Sektoren blockierte und die Vier-Mächte-Verwaltung Berlins für beendet erklärte.

Nun vollzog sich Schritt für Schritt die administrative Teilung der Stadt. Zunächst störten von der SED mobilisierte Demonstranten massiv die im sowjetischen Sektor stattfindenden Tagungen der Stadtverordneten und des Magistrats. Der Vorsteher des Stadtparlaments Otto Suhr beschloss, den Tagungsort in den britischen Sektor zu verlegen. Er sah die Grundge-setze der Demokratie verletzt. Während alle anderen Parteien seinem Aufruf folgten, blieb die SED-Fraktion fern. Der 30. November 1948 brachte endgültig die Teilung. Etwa 1600 Personen, darunter die SED-Delegierten und Mitglieder von kommunistischen Organisationen, erklärten den gewählten Berliner Magistrat für abgesetzt und wählten den Sohn des ersten deutschen Reichspräsidenten, Friedrich Ebert, der bis 1967 Oberbürgermeister von Ost-Berlin blieb.

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Di|mer  〈n. 11; Chem.〉 = Dimere(s)

Selt|sam|keit  〈f. 20〉 I 〈unz.〉 1 seltsame Beschaffenheit 2 〈Phys.〉 = Strangeness ... mehr

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