11. April 1079 Tod des Stanislaus - wissenschaft.de
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11. April 1079

Tod des Stanislaus

Mit Argwohn betrachtete Erzbischof Stanislaus von Krakau die Politik des neuen polnischen Königs Boleslaw II. Smialy. In Zusammenarbeit mit Papst Gregor VII., dem vehementen Vertreter der Kirchenreform, setzte sich der Herrscher energisch für eine Reorganisation der polnischen Kirche und insbesondere für eine Wiederherstellung von Position und Besitz des Erzbistums Gnesen ein, das im Jahr 1000 von Kaiser Otto III. gegründet worden war. Gerade die Stärkung Gnesens drohte den Besitz und Einfluss der Krakauer Kirche zu beschneiden.

Stanislaus beteiligte sich deshalb an einer Adelsopposition gegen König Bolesslaw. Mehrmals ermahnte Stanislaus den Herrscher öffentlich wegen Grausamkeit und ehelicher Untreue, schließlich folgte die Exkommunikation. Nun eskalierte die Situation: Stanislaus wurde vom König zum Tod verurteilt. Es heißt, keiner von Boleslaws Gefolgsleuten habe Stanislaus töten wollen; so soll der König selbst während einer Messe den Erzbischof erschlagen und mit dem Schwert zerstückelt haben.

Während der König, vom Volk vertrieben, nach Ungarn fliehen musste und 1081 in Ossiach in Kärnten starb, entwickelte sich bald ein Heiligenkult um Stanislaus. 1254 wurde er heiliggesprochen, im 14. Jahrhundert zum polnischen Nationalheiligen erhoben.

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