44 v. Chr. Tod Ptolemaios' XIV. - wissenschaft.de
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44 v. Chr.

Tod Ptolemaios‘ XIV.

Gemäß bester Familientradition heiratete Kleopatra VII. nach dem Tod des Vaters ihren jüngeren Bruder. Obgleich sie mit Ptolemaios XIII. den Titel „geschwisterliebende Götter“ führte, endete die angebliche Harmonie nach wenigen Jahren in einem blutigen Bürgerkrieg. Erst Iulius Caesar stellte den Frieden wieder her, indem er Ägypten besetzte – dabei ging die berühmte Bibliothek der Hauptstadt Alexandria in Flammen auf, und der ungeliebte Bruder ertrank im Nil.

Den stolzen Ägyptern beließ Caesar die Unabhängigkeit und die dynastische Sicherheit ihres Königshauses: Kleopatra heiratete den jüngeren Bruder, Ptolemaios XIV. Diese Ehe hinderte die entschlossene Herrscherin allerdings nicht daran, mit ihrem Geliebten Caesar einen Sohn zu zeugen, Kaisarion (kleiner Caesar). Kleopatra hatte große Pläne: ein neues Großreich Ägypten mit Hilfe ihres künftigen Gatten Caesar.

Bekanntlich scheiterte der Plan, doch auch nach den Iden des März 44 gab die Pharaonin nicht auf: Kaisarion wurde ihr Mitregent, nachdem der störende Bruder Ptolemaios XIV. plötzlich verstorben war – unklar bleibt, ob Kleopatra hier nachhalf. Alle Versuche, das Reich zu erhalten, waren jedoch vergebens. Caesar selbst machte Kleopatra einen Strich durch die Rechnung: Er adoptierte testamentarisch seinen Großneffen Augustus, der die letzte Ptolemäerin und seinen Halbbruder beseitigen ließ, um konkurrenzlos zu herrschen.

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