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Mai 1066

Überfall auf die Isle of Wight

Tostig Godwinson, Earl von Northumberland, war wegen seines harten Herrschaftsstils höchst unbeliebt. 1065 erhoben sich die Einwohner seiner Grafschaft wegen einer neuen Steuer gegen ihn. Der todkranke König Eduard der Bekenner entzog Tostig daraufhin die Regentschaft über Northumberland – dem Entmachteten blieb nur die Flucht. Anfang 1066 starb König Eduard, und England schritt folgenreichen Ereignissen entgegen: Tostigs Bruder Harold Godwinson, angelsächsischen Quellen zufolge von Eduard als Nachfolger designiert, wurde in Westminster zum König gekrönt. Doch Tostig wollte weder Northumberland aufgeben noch seinem Bruder die Krone kampflos überlassen. Als Auftakt einer militärischen Offensive gegen seinen Bruder überfiel er im Mai 1066 von Flandern aus die Isle of Wight und die Küsten von Kent und Lincolnshire. Er verbündete sich mit König Harald Hardrada von Norwegen, der aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen selbst Ansprüche auf die angelsächsische Krone erhob.

Mit 300 Schiffen landeten Harald Hardrada und Tostig an der Küste Yorkshires. Am 25. September 1066 traf ihre ansehnliche Streitmacht bei Stamford Bridge auf Harold Godwinsons Volksaufgebot. In der für die Angelsachsen siegreichen Schlacht verloren sowohl König Harald Hardrada als auch Tostig ihr Leben. Doch blieb Harold und seinem erschöpften Heer keine Zeit zum Ausruhen: Herzog Wilhelm von der Normandie, Harolds gefährlichster Gegner und gleichfalls Anwärter auf den Thron, war mit einem riesigen Invasionsheer an der Südküste Englands gelandet.

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