08.04.1271 Übergabe eines Wahrzeichens - wissenschaft.de
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08.04.1271

Übergabe eines Wahrzeichens

Die Erhebung über dem Tal zwischen dem Alamiten- und dem Libanongebirge in Syrien war wie gemacht für eine militärische Befestigung. Von dort ließ sich nicht nur die wichtige Handelsroute zwischen der Küste und dem Landesinneren kontrollieren, sondern der ganze Raum um Tripolis. Die erste Befestigung, die im frühen 11. Jahrhundert für den Emir von Aleppo errichtet worden war, fiel 1112 an die Kreuzfahrer-Grafschaft Tripolis und gelangte schließlich 1142 in den Besitz des Johanniterordens. Nach einem Erdbeben wurde die Burg von 1170 an komplett neu errichtet. Der Krak des Chevaliers, wie er jetzt genannt wurde, avancierte zum Hauptquartier der Johanniter und zur mächtigsten Kreuzfahrerfestung im Heiligen Land. Eine Ringmauer mit einer Stärke von bis zu acht Metern umgab den Kern der Höhenburg. Neben Türmen diente sogar ein Wassergraben der weiteren Sicherung der Anlage.

Entsprechend der strategischen Bedeutung wurde der Krak des Chevaliers immer wieder belagert, lange vergeblich. Mit dem allmählichen Zerfall der Kreuzfahrerstaaten gerieten jedoch auch die Johanniter in Bedrängnis. 1271 belagerte der mameluckische Sultan Baibars von Ägypten und Syrien die Burg. Nachdem sie eine Bresche in die Ringmauer hatten schlagen können, arbeiteten sich die Angreifer in die Kernburg vor. Am 8. April 1271 kapitulierten die Johanniter und übergaben den Krak des Chevaliers, einst Sinnbild für die Herrschaft der Kreuzritter im Heiligen Land, an den Gegner.

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Pas  〈Phys.; Zeichen für〉 Pascalsekunde

Knol|len|ge|wächs  〈[–ks] n. 11; Bot.〉 ausdauernde, resistente Pflanze, deren Erneuerungsknospen in unterirdischen Sprossknollen überwintern, z. B. Krokus

Ha|sen|klee  〈m. 6; unz.; Bot.〉 Kleeart, auf Brachäckern, Lein– u. Kartoffelfeldern verbreitetes Unkraut: Trifolium arvense

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