19.02.1600 Und Asche fiel vom Himmel - wissenschaft.de
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19.02.1600

Und Asche fiel vom Himmel

Hyanaputina, „junger Vulkan“, heißt der Vulkan, der sich einst kegelförmig in den peruanischen Anden erhob. Seine Spitze explodierte bei einem verheerenden Ausbruch am 19. Februar 1600. Dabei bildeten sich die drei Krater, die er heute noch aufweist. Aufzeichnungen der Einheimischen zufolge bemerkte man schon Tage zuvor lautes Rumpeln und Eruptionen von Asche, bis der Berg schließlich explodierte. Sogenannte pyroklastische Ströme, Gemische aus heißen Gasen und Gestein, sowie Schlammströme breiteten sich kilometerweit aus und zerstörten Dörfer und Siedlungen. Dazu kam vulkanische Asche, die noch bis in 500 Kilometern Entfernung niederging. Fast einen Monat lang zog sich der Ausbruch hin. Ein Gebiet von etwa 4900 Quadratkilometern wurde weitgehend zerstört, etwa 1500 Menschen getötet. Über 100 Jahre brauchte die Region, um sich von der Katastrophe zu erholen.

Der massive Ausbruch des Hyanaputina beschäftigt Wissenschaftler bis heute, denn die Folgen waren weltweit zu spüren. Geologische und dendrochronologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Vulkanausbruch zu einer globalen Abkühlung des Klimas führte. Das Jahr 1601 gilt als das kälteste der „Kleinen Eiszeit“ auf der Nordhalbkugel. Ungewöhnlich kaIte Sommer und Winter lassen sich für diese Periode in Europa und in Asien beobachten – mit weitreichenden sozialen Auswirkungen. In Russland etwa führte eine Hungersnot, verursacht durch einen nasskalten Sommer, zu sozialen Aufständen.

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