296 v. Chr. Denkmal für die Gründer Roms - wissenschaft.de
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296 v. Chr.

Denkmal für die Gründer Roms

Brot und Spiele: Das waren zentrale Aufgaben der Ädilen, der zweithöchsten Magistrate im republikanischen Rom. Neben der Aufsicht über die Tempel stellten die Ädilen die Getreideversorgung der Hauptstadt sicher und veranstalteten Spiele. Ideale Möglichkeiten, sich bei den Massen für höhere politische Weihen zu empfehlen.

Im Jahr 296 v. Chr. war Quintus Ogulnius Gallus einer der vier Ädilen. Erst wenige Jahre zuvor hatte er als Volkstribun ein Gesetz eingebracht, das Roms zerstrittene Aristokratie versöhnen sollte. Doch ein wenig Gesellschaftskitt tat weiterhin not. Möglicherweise war dies der Hintergrund für eine weitere Maßnahme des frischgebackenen Ädilen Ogulnius: Um Geldverleiher davor abzuschrecken, horrende Zinsen zu verlangen, bestrafte er Wucherer mit Geldzahlungen. Aus dem Erlös ließ er eine Statuengruppe aus Bronze anfertigen: die Stadtgründer Romulus und Remus, wie sie von der mythischen Wölfin gesäugt wurden. Aufgestellt wurde das Ensemble an einem Baum, der seit Jahrhunderten als der Ort verehrt wurde, an dem ein Hirte die Kleinkinder mit ihrer Ziehmutter gefunden haben soll. Ogulnius gab Rom mit diesem Denkmal ein weiteres Identifikationsbild. Als er sich 269 v. Chr., mittlerweile zum Consul avanciert, für die Einführung einer Silberwährung einsetzte, wählte er für die ersten Münzen ebendieses Motiv. Das Kunstwerk hatte sich im Gedächtnis Roms festgesetzt und sollte jahrhundertelang immer wieder aufgegriffen werden.

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