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250 v. Chr.

Elefanten im Triumphzug

Keinen Gegner fürchteten die Römer mehr als Elefanten. Karthago hatte Roms Legionen wiederholt mit Kriegselefanten niedergetrampelt. Um so unbändiger war die Freude in Rom, als es dem Feldherrn Lucius Caecilius Metellus im Sommer 250 v. Chr. gelang, auf Sizilien den Karthager Hasdrubal mitsamt einem Elefantenheer zu be-siegen und mehr als 100 der Tiere einzufangen. Metellus nahm sich vor, seinen Landsleuten das Elefantentrauma auszutreiben. Wir können uns kaum die Mühen vorstellen, die es die Römer kostete, diese riesigen Tiere auf eigens konstruierten Flößen über die Meerenge von Messina auf das italienische Festland überzusetzen und dann bis nach Rom zu bringen!

Dort waren sie zunächst einer der Höhepunkte bei der Siegesfeier des Metellus. So etwas hatte man am Tiber noch nicht gesehen. Anschließend mussten die Dickhäuter in der Zirkusarena kämpfen. Möglicherweise wollte Metellus demonstrieren, dass Rom Elefanten nicht mehr fürchtete, und ließ sie deshalb vor aller Augen demütigen, indem Tagelöhner die Tiere mit stumpfen Spießen durch die Arena trieben. Wir wissen letztlich nicht genau, was danach aus ihnen wurde. Die Tiere hatten ihre Funktion erfüllt und wurden wohl getötet, denn man hatte keine Verwendung mehr für sie. Außerdem erschien ihr Unterhalt zu mühevoll. Im Kampf wussten die Römer später viel besser, wie sie diesem Gegner zu begegnen hatten. Die Meteller aber führten den Elefanten fortan als Wappentier. Roms Trauma war überwunden.

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