392 v. Chr. Friedensschluss auf Sizilien - wissenschaft.de
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392 v. Chr.

Friedensschluss auf Sizilien

Um 400 v. Chr. war auf Sizilien eine Pattsituation zwischen Dionysios I., dem Tyrannen von Syrakus, und der Großmacht Karthago entstanden. Dionysios wollte ganz Sizilien beherrschen und dann nach Italien expandieren, Karthago hingegen besaß zahlreiche Handelsniederlassungen auf der Insel und duldete keine Störung seiner komfortablen Position. 404 v. Chr. hatte Dionysios nach einem ersten Kräftemessen klein beigeben müssen, doch schon im Folgejahr warb er Söldner an und empfahl den Karthagern großspurig die Kapitulation. Zwar überrumpelte er deren wenige Soldaten auf der Insel, aber 397 v. Chr. traf ihn die karthagische Gegenoffensive mit voller Wucht. Das Schlachtenglück wechselte hin und her: Mal verlor Dionysios eine Seeschlacht, dann dezimierte eine Seuche das karthagische Heer. Als Bundesgenossen von Syrakus enttäuscht abfielen, ließ Dionysios Tausende Sklaven frei – und gewann so Rekruten.

392 v. Chr. schließlich waren beide Seiten erschöpft, dazu sahen die Karthager ihre Ressourcen durch einen Aufstand in Afrika gebunden. Also einigte man sich in einem Friedensschluss weitgehend darauf, zum Zustand von 404 v. Chr. zurückzukehren. Doch anders als damals wurden die griechischen Gemeinwesen außerhalb von Syrakus nicht mehr Karthago unterstellt – sie waren nun Freiwild für Dionysios. Der Zweikampf ging weiter, bis der ambitionierte Tyrann starb.

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