406 v. Chr. Karthager plündern Akragas - wissenschaft.de
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406 v. Chr.

Karthager plündern Akragas

„Sie schwelgen, als würden sie morgen sterben; und sie bauen, als würden sie ewig leben.“ Mit diesem Bonmot soll der Philosoph und Politiker Empedokles seine Mitbürger beschrieben haben. Tatsächlich galt seine Heimatstadt Akragas, das heutige Agrigento im südlichen Sizilien, im 5. Jahrhundert v. Chr. als eine der reichsten Städte der griechischen Welt. Dieser Reichtum speiste sich aus zwei Quellen: In den 480er Jahren hatten die Akragantiner mit anderen Griechen gegen die Karthager gekämpft und gewaltige Beute gemacht. Die hatten sie in der Folgezeit in gigantische Tempel und andere Bauten investiert, von deren Strahlkraft die Einwohner noch heute zehren. Und zum anderen waren sie exzellente Händler gewesen, die es verstanden hatten, sich geschickt aus den innersizilischen Händeln herauszuhalten.

Doch dieser Wohlstand stach den Karthagern ins Auge. Als diese im Jahr 406 v. Chr. ihr bis dahin größtes Invasionsheer nach Sizilien entsandten, war allen klar, wonach der Arm der Punier greifen würde: Die Bewohner flüchteten aus Akragas und zogen an die Ostküste. Die Karthager konnten kampflos die Schatztruhe plündern und machten die Schmach 80 Jahre zuvor wieder wett. Akragas erholte sich nie wieder von diesem Schlag, doch ganz so glanzlos, wie die Wissenschaft früher meinte, ging das Leben dort nicht weiter. Unter römischer Herrschaft kam der Ort wieder zu einem gewissen Wohlstand – die politische Macht von einst allerdings war auf immer dahin.

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