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409 v. Chr.

Karthager zerstören Himera

Sizilien war in der Antike nicht nur ungemein reich, sondern auch ein Knotenpunkt im Mittelmeer. Hier kreuzten sich wichtige Handelsrouten, und Schiffe fanden sichere Ankerplätze. Deshalb war die Insel stets zwischen den einheimischen Stämmen, griechischen Kolonisten und der Großmacht Karthago umkämpft. 480 v. Chr. kam es in der Ebene vor der Stadt Himera zu einer Schlacht zwischen Griechen und Karthagern. Karthago wurde vernichtend geschlagen, König Hamilkar Mago starb. Diese Niederlage hielt die Karthager für Jahrzehnte fern von Sizilien.

Doch dann wiederholte sich das wohlbekannte Schema: Mehrere Städte Siziliens bekämpften sich und suchten starke Verbündete. Die Stadt Segesta bat ihren alten Alliierten Karthago um Hilfe gegen Selinunt. Hamilkar Mago, gleichnamiger Nachfahre des früheren Königs, führte 409 v. Chr. ein karthagisches Heer an. Die Karthager besiegten Selinunt, plünderten die Stadt und zogen an die Nordküste nach Himera, um endlich Rache für die eigene Niederlage bei der Schlacht im Jahr 480 zu nehmen. In Panik floh ein Teil der Einwohner, die Verbliebenen verteidigten die Stadt. Doch der Zorn der Karthager war furchtbar. Um den Geist seines Ahnen zu besänftigen, opferte Hamilkar Mago angeblich 3000 der Einwohner Himeras vor der Stadt den Göttern. Danach machten die Sieger den ehemals prosperierenden Ort dem Erdboden gleich. Himera wurde nie wieder aufgebaut. Allerdings gründeten die geflohenen Einwohner wenig später einen neuen Ort in der Nähe, das heutige Termini Imerese.

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