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520 v. Chr.

Neue olympische Disziplin

Der Wettlauf war die erste Disziplin in Olympia. Die Spiele ehrten so den Göttervater Zeus in seinem heiligen Bezirk. Die Laufbahn war eine gerade Strecke mit Zuschauerreihen an den Seiten, die etwa 192 Meter maß und ebenso wie die ganze Anlage als Stadion bezeichnet wurde. Man lief also nicht im Kreis, sondern geradeaus. Gesichert ist diese Kampfdisziplin seit 776 v. Chr. Etwa 50 Jahre später kam eine schwierigere Version hinzu, der Doppellauf (Diaulos). Die Athleten drehten am Ende der Rennbahn um und liefen wieder zurück.

Seit dem Jahr 520 v. Chr. schließlich ist die Austragung einer besonders anspruchsvollen Disziplin gesichert, des sogenannten Waffenlaufs. Er hieß nach den Schwerbewaffneten, den Hopliten, Hoplitodromos. In keiner anderen olympischen Disziplin zeigt sich der Ursprung der Wettbewerbe als Kampftraining so deutlich wie in dieser. Die Läufer trugen Helm, Beinschienen und sogar einen Schild. Damit absolvierten sie den langen Doppellauf – im Hochsommer unter sengender Sonne! Kein Wunder, dass noch im 5. Jahrhundert die Beinschienen abgeschafft wurden, 100 Jahre später auch die Helme. Kurioserweise kennen wir kaum erfolgreiche Waffenläufer durch Inschriften, die Sportart scheint schnell an Popularität eingebüßt zu haben. Im 2. Jahrhundert n. Chr. war sie zusammen mit dem Fackellauf an das Ende der Kampftage gerückt, bis der Waffenlauf mit den olympischen Spielen selbst in der Spätantike in Vergessenheit geriet.

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