82 v. Chr. Sulla wird „Dictator“ Roms - wissenschaft.de
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82 v. Chr.

Sulla wird „Dictator“ Roms

Ist eine Stadt, in der Tausende Menschen wegen ihrer politischen Überzeugungen für vogelfrei erklärt und ermordet werden, „glücklich“ zu nennen? So sah es wohl nur der römische Politiker Lucius Cornelius Sulla, der sich den Beinamen „Felix“ geben ließ. Denn er sah sich als von den Göttern begünstigt. Mit Geschick und Brutalität hatte er einen Bürgerkrieg für sich entschieden. Um nun die politischen Verhältnisse in seinem Sinn neu zu organisieren, zog er im Herbst 82 v. Chr. mit seiner Armee bis vor Rom. Dort verstand man diese Geste, und die Volksversammlung wählte Sulla zum „Dictator“, also zu einem Magistraten mit unbeschränkter Machtbefugnis.

Sullas politische Reformen zielten auf eine Stärkung des Senats bzw. eine Schwächung der Volksversammlung und der Volkstribunen ab. Tatsächlich etablierte der Dictator eine Ämterlaufbahn, die auf lange Zeit Bestand hatte. Doch gleichzeitig nahm Sulla blutige Rache an allen, die sich nicht rechtzeitig hinter ihn gestellt hatten. Zentrales Element dabei waren die „Proskriptionen“: Auf öffentlich ausgehängten Listen wurden Personen aufgeführt, die für vogelfrei erklärt wurden. Über 4000 Menschen sollen getötet worden sein. Da niemand die Listen kontrollierte, kam mancher Name erst nachträglich hinzu, so dass wohl so zahlreiche Morde vertuscht wurden. Bei alledem ging es nämlich auch um das Eigentum der meist vermögenden Proskribierten, das sich Sullas Anhänger zu Spottpreisen unter den Nagel rissen.

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