167 v. Chr. Polybios wird deportiert - wissenschaft.de
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167 v. Chr.

Polybios wird deportiert

Griechenlands große Zeit war vorbei: Rom siegte im Jahr 168 v. Chr. über das letzte hellenische Heer. 1000 Geiseln, die führenden Köpfe der griechischen Aristokratie, wurden 167 nach Italien deportiert, darunter der Bundesfeldherr Polybios. In Rom lebte er im Haus seines Gegners, des Konsuls Lucius Aemilius Paullus Macedonicus, und unterrichtete dessen Sohn Scipio
Aemilianus.

In den 17 Jahren seines Exils beobachtete Polybios seine Umwelt genau, bis er zu verstehen meinte, was Roms Stärke ausmachte. Nach der Theorie des Verfassungskreislaufs konnte eine Herrschaftsform durch zu starkes Ungleichgewicht von Macht in eine andere umschlagen: die Monarchie in die Tyrannis, die Demokratie in die Terrorherrschaft des Pöbels. In Rom hingegen schienen Polybios die Machtfaktoren ausgewogen. Einen weiteren Erfolgsfaktor machte er bei einem Leichenbegängnis aus: Er sah, dass die alten Adelsgeschlechter nicht nur ihre Verstorbenen beerdigten, sondern an ihre Vorfahren erinnerten, indem sie selbst die Totenmasken mit deren Gesichtszügen trugen. Die Trauernden sahen sich in einer Tradition von Männern stehend, deren Werk sie und die eigenen Nachfahren fortführen würden. Polybios verfasste schließlich sein Hauptwerk, eine Geschichte Roms während der Zeit, die er selbst miterlebt hatte. Darin beschrieb er Roms Aufstieg zur entscheidenden Macht im Mittelmeer.

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