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344 v. Chr.

Tempel für Juno Moneta

In einer brenzligen Situation bemühten sich die Römer zuweilen um die Gunst der Götter, indem sie einer Gottheit einen Tempel versprachen. Das tat auch der Konsul Furius Camillus, als er 345 v. Chr. gegen das italische Volk der Aurunker zog: Er versprach Juno Moneta, der„Mahnerin“, einen Tempel. Furius siegte – und hielt Wort. Er beauftragte zwei Magistrate mit dem Bau.

Ein Standort für Juno Monetas erstes eigenes Heiligtum in Rom war schnell gefunden: das Kapitol, der prominenteste Platz der Stadt. Der Tempel sollte dort errichtet werden, wo einst das Haus eines angesehenen Adligen gestanden hatte. Dieser hatte sich angeblich dauerhaft zum Dictator emporschwingen wollen, daraufhin war sein Haus zerstört worden. Seitdem war der Burgberg den Göttern vorbehalten, damit sich kein Aristokrat diese exklusive Lage zu eigen machen konnte. Errichtet wurde das Heiligtum wohl im Folgejahr, 344 v. Chr. Das Tempelareal könnte sich unter der heutigen Kirche Santa Maria in Aracoeli befunden haben; wegen der späteren Bebauung ist das aber nicht ganz sicher. Etwa zwei Generationen später begannen die Römer, ihr eigenes Geld in Rom zu prägen. Das Edelmetall lagerten sie an der neuen Münzstätte, die sie direkt neben dem Tempel der Juno Moneta erbauten. Und so kam durch das benachbarte Heiligtum das lateinische Wort „moneta“ zu seiner neuen Bedeutung, nämlich „Geld“, wie es noch heute in vielen modernen Sprachen weiterlebt.

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