13.02.962 Vertrag mit dem Papst - wissenschaft.de
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13.02.962

Vertrag mit dem Papst

Am 2. Februar 962 wurde König Otto I. von Papst Johannes XII. in Rom zum Kaiser gekrönt. Ottos gesamter Rom-Aufenthalt stand ganz im Zeichen des Einvernehmens mit dem Apostolischen Stuhl. Der Pontifex erhob so auch am 12. Februar das Magdeburger Moritzkloster zum Erzbistum. Einen Tag später stellte Otto seinerseits eine Urkunde aus, das „Privilegium Ottonianum“. Darin bestätigt er den Besitzstand der römischen Kirche und die seit Karl dem Großen getroffenen Vereinbarungen zwischen Kaiser und Papst.

Das betraf zum einen die „Pippinische Schenkung“ (756) und damit alle Gebiete, „welche der Herr König Pippin seligen Angedenkens und später der Herr Karl, der herrliche Kaiser, dem heiligen Apostel Petrus freiwillig übertragen haben.“ Des Weiteren sprach er dem Apostolischen Stuhl Gebiete in Italien zu, etwa den Dukat von Rom (ehemals byzantinischer Verwaltungsbezirk), die Pentapolis (fünf Städte an der Adria, unter ihnen Rimini und Ancona), das Sabinerland im Apennin, die Herzogtümer Benevent und Spoleto, Patrimonien in Benevent, Neapel und Campanien. Otto traf auch Regelungen zur Papstwahl. Er legte fest, dass der Papst, der nach dem kanonischen Recht von Klerus und Volk von Rom zu wählen war, vor seiner Weihe einen Treueid auf den Kaiser abzulegen habe.

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Be|de|ckung  〈f. 20〉 I 〈unz.〉 das Bedecken II 〈zählb.〉 1 Gegenstand zum Bedecken, Decke, Tuch, Brett, Deckel usw. ... mehr

ex|an|the|ma|tisch  〈Adj.; Med.〉 mit einem Hautausschlag behaftet

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