18. April 1454 Vertrag zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich - wissenschaft.de
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18. April 1454

Vertrag zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich

Als im Juni 1453 die Botschaft Venedig erreichte, daß Konstantinopel einen Monat zuvor von den Türken erobert worden war, herrschte große Sorge in der Lagunenstadt. Während allerorten im abendländischen Europa die Bedrohung durch die Osmanen beschworen wurde, sah Venedig seine Interessen direkt gefährdet. Über Jahrhunderte hinweg hatte es sich als unangefochtene Seemacht in Mittelmeer, Adria und Ägäis etabliert. Dieser Machtstellung drohte durch den Vormarsch der Osmanen Gefahr. Schon bald drängten die Venezianer daher auf ein Handelsabkommen mit den neuen Machthabern in Europa. In einem Vertrag, den Sultan Mehmet II. am 18. April 1454 mit Venedig schloß, verzichtete die Markusstadt auf ihre bisherige Seeherrschaft im östlichen Mittelmeer und genoß dafür Tribut- und Zollfreiheit im Osmanischen Reich. Doch dabei blieb es nicht, denn Mehmets Ambitionen galten nun dem Balkan und Anatolien. Nacheinander fielen mehrere der Ionischen Inseln, Serbien, Albanien und Trapezunt in osmanische Hand. Damit bedrohte der Sultan massiv die venezianischen Handelsstützpunkte an der Adriaküste, so daß sich Venedig zum Krieg herausgefordert sah. 1463 kam es zum offenen, vor allem in der Ägäis ausgefochtenen Konflikt zwischen den beiden Mächten, der erst 1479 in einem Friedensvertrag beigelegt werden konnte.

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Ka|pil|la|ri|tät  〈f. 20; unz.; Phys.〉 die physikal. Erscheinung, dass an der Grenze zw. Flüssigkeiten, Gefäßwandungen u. Gasen verschiedenartige Oberflächenspannungen auftreten, die bewirken, dass z. B. verschiedene Flüssigkeiten in engen Röhren bei sonst gleichen Bedingungen verschiedene Höhe einnehmen

Wir|bel|bo|gen  〈m. 4; süddt., österr., schweiz.: 4u; Anat.〉 ringförmiger Teil des Wirbels über dem Rückenmark

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