108 Via Traiana erbaut - wissenschaft.de
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108

Via Traiana erbaut

Stabilität, Nützlichkeit und Schönheit: Das waren die drei Prinzipien, die dem römischen Architekturtheoretiker Vitruv zufolge beim Bauen beachtet werden sollten. Als Musterbeispiel dafür gilt die Via Appia, die „Königin der Straßen“. Nach und nach verlängert, verband sie Rom mit der Hafenstadt Brundisium (Brindisi) an der Adriaküste. Für Handel und Truppentransporte sollte die möglichst schnurgerade Straße eine schnelle Verbindung schaffen.

Um die etwa zweiwöchige Reisezeit um einen Tag zu verkürzen, beschloss Kaiser Trajan, von der mittelitalischen Stadt Benevent aus eine rund 300 Kilometer lange Parallelstrecke zu bauen. Die Arbeiten begannen im Jahr 108 und wurden vier Jahre später abgeschlossen. Regelmäßig verteilte Stationen boten den Reisenden Unterkunft und frische Pferde. Die neue Straße führte erst quer durch den Apennin, ab Bari verlief sie entlang der Küste. Die Meilensteine künden noch heute vom Stolz Trajans auf seine Leistung: Auf jedem wird seine gesamte Titulatur zitiert und (was ungewöhnlich ist) betont, dass er das Unternehmen aus eigenen Mitteln finanzierte. Die Straße zeugt von hoher römischer Ingenieurskunst: Über lange Strecken waren tiefe Felseinschnitte, Viadukte und Brücken nötig gewesen, um die „Via Traiana“ in gerader Linie zu verwirklichen. Dank ihrer dauerhaften Konstruktion wurde sie bis in die Neuzeit genutzt.

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