18. November 1793 Vom Residenzpalast zum Museum - wissenschaft.de
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18. November 1793

Vom Residenzpalast zum Museum

Die Pariser Bürger kannten den prunkvollen Louvre eigentlich als Königspalast. Erstmals um 1200 urkundlich erwähnt, war er bis zu deren Verlegung nach Versailles im 17. Jahrhundert die Residenz der französischen Könige gewesen. Im Jahr 1515 hatte König Franz I. den Grundstein für den Bau in heutiger Gestalt legen lassen, der über Jahrhunderte hinweg immer wieder erweitert wurde. Der Louvre war noch immer unvollendet, als 1789 die Französische Revolution über Paris hereinbrach. In ihrer Folge wurde aus dem Königsschloß das Zentralmuseum der Kunst in Frankreich.

Gleichsam als erstes Kunstmuseum der Welt wurde der Louvre am 18. November 1793 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zuvor waren die darin befindlichen Kunstwerke des Königs dem Volk übereignet worden. Erweitert wurde die Sammlung in den folgenden Jahrzehnten durch konfiszierte Kunstschätze, die Adligen oder Klerikern gehört hatten, sowie durch Beutestücke aus den Napoleonischen Kriegen. Später traten Schenkungen und Ankäufe hinzu. Zum Publikumsmagneten entwickelte sich der Louvre allerdings erst nach umfangreichen Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Zu den berühmtesten Schätzen des Museums zählen die Skulpturen der „Venus von Milo“ und der „Nike von Samothrake“ sowie Leonardo da Vincis Porträt der „Mona Lisa“. Ihr geheimnisvolles Lächeln lockt nun Jahr für Jahr über fünf Millionen Besucher an die Seine.

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