Juni 978 Vorstoß auf Aachen - wissenschaft.de
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Juni 978

Vorstoß auf Aachen

Als Kaiser Otto II. mit seiner Gemahlin Theophanu im Juni 978 in Aachen weilte, ahnte er nichts von dem Unheil, das sich von Westen her zusammenbraute: An der Grenze zu Niederlothringen hatte König Lothar von Frankreich eine riesige Streitmacht versammelt. Ihr Ziel war Aachen, Erinnerungsort Karls des Großen und Inbegriff imperialer Sehnsüchte. Noch waren die Reichsgrenzen nicht gefestigt und auch die Zugehörigkeit Lothringens und damit Aachens zum „deutschen“ Reich kein unumstößliches Faktum. Schnell rückte das feindliche Heer vor und befand sich bald nurmehr 30 Kilometer vor der Karlsstadt. Indes trugen Boten dem Kaiser zu, in welcher Gefahr er sich befand: König Lothar nämlich plante in einem Handstreich dessen Gefangennahme. Während Lothar seine Truppen in Aufstellung brachte, floh Otto Hals über Kopf mit der schwangeren Theophanu nach Köln. Seinem Widersacher blieb der Ärger über die vertane Möglichkeit, sich mit dem Kaiser als Pfand Lothringens zu bemächtigen. Wütend plünderten seine Gefolgsleute die verlassene Kaiserpfalz. Zuletzt stach ihnen der eherne Adler ins Auge, der am First des Pfalzgebäudes angebracht war und nach Osten, ins ostfränkisch-deutsche Reich, wies. Auf Geheiß Lothars wurde er umgedreht und zeigte nun nach Westen. Damit symbolisierte er die noch immer bestehenden westfränkischen Ambitionen auf Lothringen und dessen Zentrum, Aachen.

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ra|dio|ak|tiv  〈Adj.〉 unter Aussendung von Strahlen sich umwandelnd, Strahlen aussendend (chem. Elemente, Isotope) ● ~er Niederschlag auf die Erde fallende, radioaktive Stoffe; ... mehr

rein|er|big  〈Adj.; Biol.〉 = homozygot

Zel|len|ge|wöl|be  〈n. 13; Arch.〉 spätgot. Gewölbe mit schalenartigen Vertiefungen, die durch Grate voneinander getrennt sind

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