27. Oktober 1959 VW-Konzern wird privatisiert - wissenschaft.de
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27. Oktober 1959

VW-Konzern wird privatisiert

VW ist ein Sonderfall der Wirtschaftsgeschichte. Bis heute. Erst im März 2004 hat die Europäische Kommission wieder einmal Anstoß genommen an der einzigartigen „Verfassung“ dieses Automobilkonzerns – und bezog sich dabei auf den Staatsvertrag vom 27. Oktober 1959. An jenem Tag dokumentierten Vertreter des Bundes und des Landes Niedersachsen ihren Willen, das Volkswagen?werk zu „privatisieren“, das in staatlicher Hand war, seit die britische Militärregierung 1949 dem Bund die Treuhänderschaft und dem Land Niedersachsen die Verwaltung der „Volkswagenwerk GmbH“ übertragen hatte. Allerdings hatten sich die Regierungen in Bonn und Hannover aus dem operativen Geschäft weitgehend herausgehalten. Die Leitung lag in den Händen von Heinrich Nordhoff, der überzeugt war, es könne „sicher nicht Aufgabe einer Regierung sein …, Automobile zu bauen“. Die Regelung von 1959 sah vor, daß Staat und Land je 20 Prozent der Anteile sowie einige Sonderrechte behalten sollten (gegen letztere richtet sich die Rüge der EU-Kommission). Im Juli 1960 beschloß der Bundestag ein „Gesetz über die Überführung der Anteilsrechte an der Volkswagenwerk GmbH in private Hand“. Einen Monat später wurden die ersten Aktien der „Volkswagenwerk Aktiengesellschaft“ verkauft. Der Bund hat übrigens alle seine Anteile inzwischen veräußert – das Land Niedersachsen nicht.

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kal|zi|fi|zie|ren  〈V. i.; hat〉 Kalke ausscheiden (Korallen) [<lat. calx, ... mehr

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