25. Juli 1456 Weihe des Ulmer Münsters - wissenschaft.de
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25. Juli 1456

Weihe des Ulmer Münsters

Noch im 14. Jahrhundert war der Kirchgang für die Bürger Ulms ein umständliches Unterfangen. Denn gut einen Kilometer vor den Toren der freien Reichsstadt lag die Pfarrkirche der Ulmer, die viel lieber eine Kirche innerhalb der Stadtmauern gehabt hätten. Im Jahr 1377 legten sie deshalb den Grundstein zu einer neuen, prächtigen Kirche, die sie aus eigener Tasche ganz ohne fremde Hilfe finanzieren wollten.

Gespart wurde nicht, weder an den Dimensionen des Projekts noch an berühmten Baumeistern aus ganz Europa, die die ehrgeizigen Pläne umsetzen sollten. Allein das Langhaus, das am 25. Juli 1456 in provisorischem Zustand geweiht wurde, maß über 100 Meter in der Länge und 41 Meter in der Höhe. Schon zu diesem Zeitpunkt existierten die Pläne für einen 156 Meter hohen Westturm. Aber niemand konnte damals ahnen, daß auch 400 Jahre später das Münster noch nicht vollendet sein würde. Baupausen aus finanziellen und politischen Gründen sowie immer wieder notwendig gewordene Sanierungsarbeiten zogen das Projekt zeitlich in die Länge.

Die Ulmer jedoch bauten unbeirrt weiter, auch nachdem sich 1530 die meisten Bürger der Reformation zugewandt hatten und das Münster zu einem evangelischen Gotteshaus geworden war. 1890 schließlich war die Kirche vollendet. Der mächtige Westturm fiel sogar noch höher aus als 400 Jahre zuvor geplant: Mit 161,53 Metern ist er bis heute der höchste Kirchturm der Welt.

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