182 v. Chr. Wider den Luxus - wissenschaft.de
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182 v. Chr.

Wider den Luxus

Auch in Rom wusste man prunkvolle Gastmähler zu schätzen. Dies hatte sich erst im Lauf des 3. Jahrhunderts v. Chr. entwickelt, als die Stadt am Tiber begann, engeren Kontakt mit der griechischen Welt zu pflegen. Die dortige Adelskultur galt den Römern als Inbegriff des Luxuriösen.

Ebenso wie die Griechen konkurrierten auch die römischen Aristokraten untereinander, so etwa bei Bewerbungen um Ämter und Würden. Ein solches Verhalten war gesellschaftlich akzeptiert, war das Ziel doch ein En‧gagement für das Gemeinwohl. Als das Konkurrenzdenken jedoch auch den Lebensstil erfasste, warfen sich die Kontrahenten gegenseitig Sittenverfall vor. Tatsächlich war das Problem wohl eher, dass sich die großen Familien gegenseitig in den finanziellen Ruin zu treiben drohten, da jeder den anderen mit immer größeren und prächtigeren Gelagen auszustechen suchte.

Im Jahr 182 v. Chr. wurde daher auf Antrag des Volkstribuns Gaius Orchius ein Gesetz erlassen, das erstmals die Anzahl der Teilnehmer eines Gelages und dessen Aufwand begrenzte. Jedoch: Verstöße blieben straffrei, man hoffte auf soziale Kontrolle. Die aber versagte. Keine 20 Jahre später folgte bereits das nächste Gesetz: Es blieb nicht das letzte seiner Art. Niemand wollte auf Luxus verzichten, weil er fürchtete, sich zu blamieren, indem er zu bäurisch erschien. Luxus gehörte längst zum aristokratischen Leben.

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